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Energiewende: Es braucht offenen Austausch und Bürgerbeteiligung!

Leserbrief in der Freien Presse - von Ben Fisch (Vorstandmitglied der Grünen im Vogtlandkreis)
Leserbrief in der Freien Presse - von Ben Fisch (Vorstandmitglied der Grünen im Vogtlandkreis)

Leserbrief zu  “Bitte mehr Einordnung bei Umwelt-Themen!” vom 18.11.2025


Sehr geehrte Damen und Herren,


mit Verwunderung habe ich den kürzlich veröffentlichten Leserbrief von Herrn Ben Fischer aus Plauen zur Veranstaltung „Grenzen der Erneuerbaren - Woher kommt der Strom“ zur Kenntnis genommen. In diesem Zusammenhang möchte ich einige Punkte klarstellen, die in der öffentlichen Darstellung bislang zu kurz gekommen sind.


Im Vorfeld wurden mehr als 400 Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker – darunter sämtliche Bürgermeister sowie die Mitglieder des Kreistages – eingeladen. Ebenso wurde dem Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen ausdrücklich die Möglichkeit angeboten, an der Veranstaltung teilzunehmen und sich zu Beginn der Diskussion mit einem eigenen Beitrag zu positionieren. Dieses Angebot wurde jedoch nicht genutzt.


Tatsächlich war die Beteiligung der eingeladenen politischen Vertreter äußerst gering. Mit Ausnahme der „Neuen Perspektive Vogtland“ hat sich kaum jemand der Diskussion gestellt. Selbst wenn man inhaltlich nicht mit den Positionen der Referenten übereinstimmt, wäre eine aktive Teilnahme möglich und – gerade in einer Demokratie – auch notwendig gewesen. Wer sich dem offenen Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern verweigert, fügt dem demokratischen Miteinander langfristigen Schaden zu.


Die Frage unserer zukünftigen Energieversorgung ist komplex und berührt zentrale Bereiche  unseres gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens. Gerade deshalb braucht es den  Dialog zwischen unterschiedlichen politischen Lagern und mit der Bevölkerung – und nicht  den Eindruck eines alternativlosen Kurses, der ohne ausreichende Diskussion durchgesetzt  werden soll. Ein solcher Umgang schafft Misstrauen und schadet der notwendigen  gesellschaftlichen Verständigung.


Wir müssen endlich wieder miteinander reden: kontrovers, respektvoll und lösungsorientiert.  Unser Land braucht einen offenen Austausch darüber, wie wir die Energieversorgung der  Zukunft gestalten wollen – mit Offenheit für verschiedene Sichtweisen und im Interesse der  Menschen in unserer Region.


Mit freundlichen Grüßen

David Drechsel 


 
 
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